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Rosseprobleme – eine Aufgabe für die Fütterung

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Rosseprobleme – eine Aufgabe für die Fütterung
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Eine gute Fütterungskondition fördert Rosse und EisprungViele Züchter stehen vor dem gleichen Problem: Nicht alle Stuten werden zur gewünschten Zeit rossig. Vor allem Decktermine im Spätwinter und Vorfrühling machen Probleme. Die Fruchtbarkeitshormone lassen eine Samenaufnahme vorzugsweise im Frühjahr oder Sommer zu. Damit wird der Zeitablauf von Trächtigkeit, Laktation und Fohlenaufwuchs auf die günstigsten Weide- und Temperaturbedingungen im Jahr eingestellt. Bedeckungen von Januar bis März müssen deshalb mit „Tricks“ erkauft werden.

Dazu gehören Hormoninjektionen und die „Verlängerung“ des Tageslichts durch Stallbeleuchtung in den Nachtstunden. Selbst wenn die Stuten dann rossig werden, kommt es oft nicht zum Eisprung. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit von Fruchtresorption oder Fehlgeburten bei vorsaisonaler Belegung erhöht. Die Natur lässt sich eben nicht so leicht in die Suppe spucken. Auch im Frühling ist aber nicht jede Stute paarungsbereit. Wie kann durch natürliche Fütterungsmaßnahmen die hormonell gesteuerte Abfolge von Rosse, Follikelreifung, Eisprung und Samenaufnahme günstig beeinflusst werden?

Einfluss der Fütterungskondition

Magere Zuchtstuten zeigen oftmals keine Rosse. Damit sorgt die Natur dafür, dass nur Stuten zum Zug kommen, die über genügend Reserven für Trächtigkeit und Laktation verfügen.

Die Stuten sollten zu keinem Zeitpunkt im Jahr ausgezehrt sein und bei Bedarf genügend Kraftfutter erhalten. Sehr hohes Übergewicht steht einer Rosse aber auch entgegen (z.B. ein Body Condition Score über acht, nach Hennecke 1983). In diesem Fall sollte die Zufuhr von Futterenergie mehrere Monate vor der Belegung entsprechend zurückgefahren werden. Die Gewichtsreduktion muss aber in jedem Fall vier bis sechs Wochen vor dem Deckzeitpunkt gestoppt werden, um die Rosseauslösung nicht zu gefährden. Die notwendige Kürzung von energiereichem Ergänzungsfutter kann auch zu einem Defizit an Vitalstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen führen. In diesem Fall ist es sinnvoll, ein ausgewogenes Wirkstoffkonzentrat (Mineralfutter mit gut verfügbaren Spurenelementen und Vitaminen) zum Krippenfutter zu geben.