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Es ist zu kalt!

Bild Pferd im Winter... wie Sie Ihr Pferd warm füttern können!

Die Temperaturen sind nach einem herrlich warmen Herbst schlagartig gefallen. Die Kälte, insbesondere Temperaturen von unter -10°C, haben uns eiskalt erwischt. In vielen Ställen fror das Wasser in den Leitungen und die Pferde mussten von Hand getränkt werden.

Gerade eine solche Ausnahmesituation zeigt uns, wie wichtig die Wasserversorgung für ein Pferd ist. Der Bedarf an Wasser pro Tag für ein Großpferd liegt auch in kalten Tagen zwischen mindestens 20 und 30 Litern. Ein Wassermangel begünstigt das Entstehen von Koliken. Daher ist bei kalten Temperaturen zuerst auf die Wasserversorgung zu achten.

Energiebedarf steigt

Der Energiebedarf des Pferdes steigt gerade bei diesen Minustemperaturen frappierend an. Der Kraftfutterbedarf nimmt deutlich zu. Nun kommen auf Pferdebesitzer, die Ihre Pferde in Ställen halten, heiße Zeiten zu. Die gut mit Kraftfutter gefütterten Pferde zeigen sich knackig und temperamentvoll. Auch bei Minusgraden müssen die Stallpferde täglich bewegt werden. Das erfordert reiterliches Können.

Weidepferde müssen nun dringend zugefüttert werden. Raufutter, in Form von Heu, Silage oder Stroh muss zusätzlich angeboten werden, da die Vegetationsperiode beendet ist und die Energiezufuhr durch den Weidegang deutlich nachgelassen hat. Die Gräser bleichen durch die Kälte aus, das Wachstum ist gestoppt.

Öl macht Sinn

Jetzt macht auch die vermehrte Ölfütterung Sinn! Pro Mahlzeit ein Schuss Öl von 50 bis 100ml liefert getreide- und eiweißfreie Energie, die jetzt hilft, dass körpereigene Fettreserven nicht angegriffen werden. Hier eignen sich Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Rapsöle, die selbstverständlich kaltgepresst sein können.

Mit Spurenelementen vorbeugen

Gegen Kälte schützt ein dichtes Fell. Zum Aufbau des Winterfells steigt beim Pferd der Bedarf an Spurenelementen. Vor allem Zink, Kupfer, Selen und Mangan wird für die Bildung des Haarkleides benötigt. Wer sein Pferd im Sommer bedarfsgerecht gefüttert hat, der braucht sich nicht so große Sorgen zu machen. Nährstoffreich gefütterte Pferde verfügen im Winter über ein seidiges, dichtes, pelzartiges, kurzes Fell, ein starkes Immunsystem, sowie eine stabile Verdauung.

Die Kälte zehrt vor allem an alten und kranken Pferden. Sie sollten eingedeckt und aufgestallt werden, wenn sie frieren. Frierende Pferde erkennt man an permanent aufgestelltem Winterfell. Sie sind besonders zu beobachten und öfter mal mit warmem Mash zu füttern, damit auch ein wenig Wärme von innen kommt.

Quelle: www.st-hippolyt.de
Text: Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand
Bild: © jsr / PIXELIO