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Jakobskreuzkraut

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Bekämpfung & Vorbeugung
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Jakobskreuzkraut... wie Sie es erkennen, was es anrichten kann und wie Sie es beseitigen können.

Es steht zurzeit in voller Blüte, taucht Strassen- und Wegränder in Sonnegelb und stellt auf Wiesen und Weiden eine große und ernstzunehmende Gefahr für unsere Pferde dar: das Jakobskreuzkraut (JKK), lat. senecio jacobea!

Hier wichtige Eckdaten die Sie kennen sollten:

Erscheinungsbild

  • Pfahlwurzel mit Faserwurzeln, die sich bis auf einen Umkreis von gut 30 cm erstrecken können
  • im 1. Jahr: Rosette mit tief geschlitzten Blättern
  • im 2. Jahr: es bildet sich der meist rot gefärbte, kräftige Stängel, der sich oberhalb der Mitte verzweigt
  • Körbchenblüher, mit runden 15 bis 20 cm breiten goldgelben Blüten
  • 13 charakteristische gelbe Zungenblütenblätter pro Blüte
  • Blüte ab Mitte Juni. Verbreitung der Pflanze über unzählige Samen, ähnlich wie beim Löwenzahn
  • ausgewachsene Pflanzen können gut einen Meter hoch wachsen
Jakobskreuzkraut

Toxizität

  • giftig sind das Jakobskreuzkraut (stärkste Toxizität) und auch alle anderen Kreuzkrautarten
  • als Frischpflanze und auch in getrocknetem Zustand giftig
  • Problem: getrocknet verliert die Pflanze ihre natürlichen fresshemmenden (unangenehmer Geruch, bitterer Geschmack), aber nicht ihre giftigen Eigenschaften
  • getrocknete Pflanzen lassen sich im Heu kaum von anderen Unkräutern wie Ampfer, Rainfarn oder Wiesenmargerite unterscheiden, werden aber gefressen
  • junge Pflanzen haben bis zu 7 Wochen lang noch kein Bitterstoffe und werden deshalb gefressen
  • die enthaltenen giftigen Stoffe sind Pyrrolizidin-Alkaloide (PA). Sie werden im Stoffwechsel zu stark toxischen Produkten umgewandelt
  • die PA zerstören das Lebergewebe, sind krebserregend, schädigen das Erbgut und sind stark fruchtschädigend. In hohen Dosen schädigen sie das zentrale Nervensystem, die Lunge und die Nieren
  • tödliche Dosis beim Pferd: 40 bis 80 Gramm Frischgewicht je kg Körpergewicht (ein einzelner ausgewachsener Trieb wiegt ca. 70 Gramm!)
  • die aufgenommenen Giftstoffe werden in der Leber gespeichert, summieren sich und verursachen Vergiftungserscheinungen, wenn die entsprechende Dosis erreicht ist
  • stillgelegte Flächen, überweidete, ungedüngte, ungepflegte Weiden mit einseitiger Nutzung und lückenhafter Grasnarbe
  • extensiv bewirtschaftete Flächen (da diese erst ab dem 15. Juli gemäht werden dürfen)
  • Ausläufe, Paddocks
  • Strassen- und Wegränder