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Grünes Gras der Weiden

Schimmel im Fruehling

- wenn die Idylle zur Gefahr wird!

Ein zu trockener April und wenig frühlingshafte Wärme bescheren vielerorts dasselbe Problem: zu wenig Gras auf den Pferdeweiden. Sogar der traditionelle Weideaustrieb zum 1. Mai wurde mangels Masse mancherorts auf später verschoben. Doch gerade beim Anweiden lauert die Gefahr im Gras. Denn scheint die Sonne nach einer kalten Nacht auf das noch kurze Grün, kann man schon fast vom perfekten "Rehewetter" sprechen.

Ursache des Übels sind hohe Konzentrationen des für Pferde schwer verdaulichen Mehrfachzuckers Fruktan, den die Pflanze als eigenen Speicherstoff mithilfe der Sonneneinstrahlung bildet. Ist aufgrund niedriger Temperaturen das Wachstum der Graspflanze sehr beschränkt, bilden sich bei entsprechender Witterung teils enorme Fruktankonzentrationen. Hinzu kommt, dass derart gestresstes, weil täglich von gierigen Pferdemäulern abgefressenes Gras besonders viel Fruktan bildet. Dieses sorgt dann im Dickdarm für Ungleichgewichte im Bakterienmilieu und es kommt zum Absterben „guter“ Bakterien. Letztlich tragen Bestandteile solcher Bakterien zu entzündlichen Prozessen und Zellzerstörung im Bereich der Huflederhaut bei. Gefährlich wird das vor allem für übergewichtige, stoffwechselbelastete und ältere Pferde. Beim Anweiden und auch dem Weidegang im Allgemeinen muss bei diesen „Problemgruppen“ deshalb besonders vorsichtig vorgegangen werden.

Im Folgenden wichtige Grundregeln, die beim Anweiden beachtet werden sollten:

  • die Pferde vorsichtig, stundenweise an das frische Grün gewöhnen

  • vor dem Weidegang Heu füttern

  • bei Verdauungsstörungen wie Kotwasser und Durchfall Weidegang reduzieren und verdauungsfördernde Futtermittel geben
    Empfehlung: Irish Mash, Lebendhefekultur und EquiMall

  • auch beim Weidegang auf eine hochwertige Mineralstoffversorgung achten
    Empfehlung: SemperCube

Was tun beim akuten Reheschub?

Neben der Behandlung durch den Tierarzt muss auf eine zucker- und stärkereduzierte aber vitalstoffreiche Diät geachtet werden (Equigard). Eine "Nulldiät", ausschließlich mit abgelagertem Heu nimmt dem Pferd jede Vitalstoffgrundlage um zu regenerieren!
Zusätzlich helfen bei akuter Rehe Nährstoffmischungen, die zur Überwindung von Entzündungsvorgängen beitragen (Lamin). Nach der Akutphase und zur Vorbeugung hat sich das Nährstoffkonzentrat Glucogard bewährt. Es fördert die Einregulierung rehetypischer Stoffwechselentgleisungen.

Der Neuaufbau gesunder Hornsubstanz schließlich kann mithilfe der Ungulat Hufkur wirksam unterstützt werden.

St. Hippoyt empfiehlt (Beispiel Kleinpferd, 450 kg):

1

Equigard

2

Glucogard

3

Lamin

4

Ungulat

  • 0,5 – 1 kg Equigard
  • 250 g Glucogard (Akutphase)
  • 30 g Lamin
  • 200 g Ungulat

Quelle:www.st-hippolyt.de
Text: Sarai Fauerbach
Bild: © Thomas Max Müller / pixelio.de